Was hat meine Haut wirklich? Hautprobleme richtig erkennen, bevor Sie das nächste Pflegeprodukt kaufen
- 26. Mai
- 14 Min. Lesezeit

Sie googeln seit zwei Stunden und sind verwirrter als vorher. Eine Seite sagt: Sie haben trockene Haut. Die nächste meint: Nein, das ist Couperose. Eine dritte vermutet hormonell bedingte Akne, eine vierte schlägt eine Anti-Aging-Behandlung vor. Und in Ihrem Badezimmer stapeln sich inzwischen sieben Produkte, von denen vier nichts gebracht haben.
Wir kennen das. In unserem Kosmetikstudio in Graz-Wetzelsdorf hören wir diese Geschichte fast jede Woche. Frauen, die seit Monaten oder Jahren versuchen, ihre Haut selbst zu deuten, und sich immer ein Stück weiter weg vom eigentlichen Problem pflegen. Das Ergebnis ist meistens: Frust, ein leerer Geldbeutel und eine Haut, die schlechter aussieht als am Anfang.

Dieser Beitrag soll Schluss damit machen. Wir nehmen Ihnen die neun häufigsten Hautanliegen vor, die wir bei uns im Studio sehen, und erklären für jedes ehrlich: Was ist das eigentlich, wie erkennen Sie es bei sich selbst, wodurch entsteht es und was hilft wirklich. Am Ende finden Sie einen interaktiven Behandlungsfinder, der Ihnen auf Basis Ihrer Auswahl einen ersten Plan zeigt. Eine Sache vorweg: Wir können einen Blogbeitrag nicht zur Hautanalyse machen. Was Sie hier lesen, hilft beim Einordnen. Was wirklich die Ursache Ihrer Hautprobleme ist, sehen wir gemeinsam am Bildschirm der Observ-Analyse im Studio.
Warum die richtige Erkennung der erste Schritt ist
Die häufigste Reaktion, wenn die Haut nicht so will: ein neues Produkt kaufen. Eine Serum-Empfehlung aus Reels, eine Creme aus der Drogerie, ein TikTok-Trend. Das funktioniert manchmal, oft aber nicht, und der Grund ist immer derselbe: Wir behandeln, ohne zu wissen, was eigentlich los ist.
Ein einfaches Beispiel: Eine Frau kommt mit Spannungsgefühl und denkt, sie hat trockene Haut. Sie kauft sich eine reichhaltige Creme. Drei Wochen später sind plötzlich Pickel da, wo vorher keine waren. Was tatsächlich los war: feuchtigkeitsarme Haut, nicht trockene Haut. Diese braucht keine fette Pflege, sondern Feuchtigkeit. Die reichhaltige Creme hat die Poren verstopft. Ein typischer Fehler durch falsche Diagnose, der sich vermeiden lässt.
Deshalb arbeiten wir im Studio mit der Observ Hautanalyse. Das Gerät zeigt mit verschiedenen LED-Filtern, was in tieferen Hautschichten passiert, lange bevor es an der Oberfläche sichtbar wird. Verstopfungen, beginnende Entzündungen, Pigmentstörungen, Feuchtigkeitsverteilung. Sie sehen Ihre eigene Haut auf dem Bildschirm. Wir ordnen ein, was Sie sehen, und entscheiden auf dieser Basis, welche Behandlung Ihre Haut wirklich braucht.
Bei jeder Erstbehandlung im Kosmetikstudio Anna Fernbach machen wir grundsätzlich diese Analyse. Wir entscheiden nicht nach Gefühl, sondern nach sichtbarer Hautlage.
So nutzen Sie diesen Beitrag
Springen Sie direkt zu dem Anliegen, das Sie am meisten beschäftigt:

Pickel, Mitesser und Akne erkennen
Was ist das eigentlich?
Mitesser, Pickel und Akne haben dieselbe Wurzel: Die Talgdrüse produziert mehr Talg, als die Pore abtransportieren kann. Wenn sich Talg, abgestorbene Hautzellen und manchmal Bakterien in der Pore sammeln, entstehen drei verschiedene Erscheinungen: der offene Mitesser (schwarzer Punkt, weil die Spitze an der Luft oxidiert), der geschlossene Mitesser (kleine weiße Erhebung unter der Hautoberfläche) und der entzündliche Pickel mit Rötung, eventuell Eiterspitze.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Schauen Sie sich Ihre Nase, das Kinn und die Stirn an. Sehen Sie kleine schwarze Punkte, vor allem auf den Nasenflügeln? Das sind klassische offene Mitesser. Sehen Sie kleine weiße Erhebungen unter der Haut, die sich nicht ausdrücken lassen? Das können geschlossene Mitesser sein. Spüren Sie schmerzhafte, gerötete Stellen, manchmal mit weißer Spitze? Das sind entzündliche Pickel.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Teenager-Akne und sogenannter Spätakne (auch "Akne tarda"). Spätakne tritt typischerweise ab 25 auf und ist oft hormonell mitbedingt, durch Stress verstärkt und sitzt meistens am Kinn, Hals und in der unteren Gesichtspartie. Das ist ein eigenes Thema, das in der Behandlung anders adressiert wird als jugendliche Akne.
Wodurch entsteht es?
Hormonelle Schwankungen (Zyklus, Pille, Schwangerschaft, Menopause). Stress, weil Stress das Hormon Cortisol erhöht, das wiederum die Talgproduktion ankurbelt. Falsche Pflege, die die Poren zusätzlich verstopft. Genetik. Bestimmte Medikamente. Und ja, auch Ernährung, vor allem stark glykämische Lebensmittel und Milchprodukte spielen bei einigen Frauen eine Rolle.
Was hilft wirklich?
Eine ehrliche Antwort vorweg: Akne löst sich selten in einer Sitzung. Realistisch sind 4 bis 6 Behandlungen im Abstand von 2 bis 4 Wochen, kombiniert mit einer Pflege für zuhause, die wir individuell empfehlen. Wer mit einer einzelnen Behandlung erwartet, dass alles klar wird, wird enttäuscht. Wer den Weg konsequent geht, bekommt eine spürbar andere Haut.
Im Studio arbeiten wir bei Akne mit der Aknebehandlung (ab 69 €) als Einstieg, dem Purity Treatment (125 €) als Vertiefung, dem Purity Oleosa Treatment (140 €) speziell bei fettiger Haut mit Akne und dem AquaFacial (ab 124 €) als sanfte Tiefenreinigung, die auch zwischen den intensiven Behandlungen passt. Eine Sache, die wir Akne-Kundinnen immer mitgeben: Hören Sie auf, vor dem Spiegel zu drücken. Das ist die einfachste und gleichzeitig häufigste Selbstsabotage.

Trockene Haut und Spannungsgefühl erkennen
Was ist das eigentlich?
Hier ist die wichtigste Unterscheidung der ganzen Hautwelt: trockene Haut ist nicht gleich feuchtigkeitsarme Haut. Trockene Haut hat zu wenig Fett, feuchtigkeitsarme Haut hat zu wenig Wasser. Das klingt nach Kleinigkeit, ist aber in der Behandlung der entscheidende Unterschied. Eine fettarme Haut braucht reichhaltige Pflege. Eine feuchtigkeitsarme Haut braucht Wasser, kein Fett, und auf eine fette Creme reagiert sie oft mit Verstopfungen.
In den meisten Fällen, die wir im Studio sehen, ist es nicht echte Trockenheit, sondern Feuchtigkeitsmangel. Auch Frauen mit eher fettiger Haut können feuchtigkeitsarm sein, das ist häufiger als gedacht.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Klassische Anzeichen: Sie waschen Ihr Gesicht und haben danach ein deutliches Spannungsgefühl. Make-up zieht nicht ein, sondern liegt fleckig auf der Haut oder bröselt im Laufe des Tages. An den Wangen oder am Mundwinkel sind kleine Schüppchen sichtbar. Ihre Haut wirkt im Spiegel fahl, ohne den natürlichen "feuchten" Glanz, den gesunde Haut hat.
Ein einfacher Selbsttest: Drücken Sie mit dem Finger auf Ihre Wange und ziehen ihn langsam wieder weg. Springt die Haut sofort zurück und fühlt sich elastisch an, ist die Feuchtigkeitsversorgung okay. Bleibt eine kleine Delle für einen Moment sichtbar oder fühlt sich die Haut "papierig" an, fehlt Feuchtigkeit.
Wodurch entsteht es?
Aggressive Reinigung mit zu harten Tensiden ist die Nummer eins. Trockene Heizungsluft im Winter, Klimaanlage im Sommer, langer Bildschirmblick (man blinzelt weniger), wenig Wassertrinken. Hormonelle Verschiebungen, besonders in der Menopause oder Perimenopause. Mit dem Alter sinkt zusätzlich die Eigenproduktion von Hyaluron in der Haut, was den Effekt verstärkt.
Was hilft wirklich?
Aufbauend, nicht überfallartig. Die Haut braucht Zeit, um ihre Barriere wiederherzustellen.
Im Studio: Die Feuchtigkeitsbehandlung (ab 89 €) ist der solide Einstieg, das Hydration Treatment (140 €) ist die intensive Variante mit Hydrolage und Ultraschall für Gesicht, Hals und Dekolleté. Beim AquaFacial bekommen Sie zusätzlich den Sofort-Glow durch die Wirkstoffeinschleusung.
Zuhause: Reinigen Sie mit milden, ölbasierten oder ph-neutralen Produkten. Verzichten Sie auf alkoholhaltige Tonics. Bauen Sie Hyaluron-Seren in Ihre Routine ein, vor der Creme, auf leicht feuchter Haut. Eine Pflegeempfehlung, die zu Ihrer Haut passt, bekommen Sie nach der ersten Behandlung von uns.

Fettige Haut und glänzende T-Zone erkennen
Was ist das eigentlich?
Fettige Haut entsteht, wenn die Talgdrüsen mehr Talg produzieren als die Haut braucht. Der Talg sammelt sich auf der Oberfläche und gibt der Haut den charakteristischen Glanz. Häufig ist nur die sogenannte T-Zone betroffen (Stirn, Nase, Kinn), während die Wangen normal oder sogar trocken sind. Dann spricht man von Mischhaut.
Fettige Haut ist erstmal nichts Schlimmes. Sie altert oft sogar langsamer, weil der Talg eine schützende Schicht bildet. Das Problem fängt da an, wo der Talg in der Pore stecken bleibt und Mitesser oder Pickel entstehen.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Wenige Stunden nach der Reinigung am Morgen sehen Sie Glanz auf Stirn und Nase. Make-up hält nicht den ganzen Tag oder verläuft sichtbar. Sie ertappen sich öfter dabei, mit Blotting-Papern oder Puder nachzuarbeiten. Die Poren wirken eher größer und sichtbarer. Vielleicht sehen Sie auch Mitesser, vor allem auf den Nasenflügeln.
Wodurch entsteht es?
Genetik spielt die größte Rolle. Hormone tragen bei, vor allem Androgene wie Testosteron (das auch Frauen haben). Stress kann den Effekt verstärken. Falsche Pflege ist oft der heimliche Booster: Wer zu aggressiv reinigt und der Haut zu viel Fett wegnimmt, signalisiert den Talgdrüsen, mehr nachzuproduzieren. Ein Teufelskreis.
Was hilft wirklich?
Nicht weniger Pflege, sondern die richtige. Aggressive Mattierungs-Produkte aus der Drogerie machen es oft schlimmer.
Im Studio: Das Purity Oleosa Treatment (140 €) ist speziell für fettige Haut entwickelt, mit Mikrodermabrasion, Detox und Wirkstoffkonzentrat. Der Carbon-Laser (ab 195 €) ist die intensivere Variante, die in nur 30 Minuten das Hautbild sichtbar klärt und den Glanz reduziert. Das AquaFacial (ab 124 €) ist gut als regelmäßige Tiefenreinigung, besonders wenn sich Glanz mit Mitessern kombiniert.
Eine Sonderform ist die fettige und gleichzeitig feuchtigkeitsarme Haut. Sie glänzt, fühlt sich aber gleichzeitig gespannt an. Dafür gibt es bei uns das Purity Sicca Treatment (125 €).

Müde, fahle Haut erkennen
Was ist das eigentlich?
Müde und fahle Haut ist kein eigenes Hautproblem im klassischen Sinn, sondern oft eine Mischung aus mehreren Faktoren: Die Mikrozirkulation ist reduziert (weniger Durchblutung), die Hauterneuerung verlangsamt sich (alte Zellen bleiben länger an der Oberfläche), die Feuchtigkeit ist suboptimal verteilt. Das Ergebnis ist ein Teint, der irgendwie nicht mehr "leuchtet", wie er es vor zehn Jahren noch tat.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Sie schauen morgens in den Spiegel und denken: "Ich sehe müde aus", obwohl Sie gut geschlafen haben. Der Teint wirkt gräulich oder leicht gelblich, statt frisch. Make-up kaschiert es nur kurz. Eventuell sehen Sie verstärkte Augenringe oder leicht eingefallen wirkende Konturen. Andere Menschen fragen häufiger, ob es Ihnen gut geht.
Wodurch entsteht es?
Schlafmangel ist die häufigste Ursache, gefolgt von Stress, ungenügender Wasserzufuhr und Bildschirmarbeit. Auch eine ungünstige Pflege spielt mit: Wenn die Hauterneuerung gebremst ist (das passiert mit dem Alter, mit zu wenig Peeling und bei trockener Heizungsluft), wirkt die Haut "verstopft" mit alten Zellen. Klimatische Faktoren, Rauchen und Alkohol verstärken den Effekt.
Was hilft wirklich?
Die kombinierte Antwort: durchbluten, Zellen erneuern, hydrieren. Lebensstil ist die Grundlage (Schlaf, Wasser, Bewegung), aber wir können im Studio sehr direkt nachhelfen.
Im Studio: Eine Basisbehandlung mit Massage regt die Mikrozirkulation an und ist als regelmäßige Erhaltung schon spürbar. Die Mikrodermabrasion (ab 124 €) entfernt die alten Hautzellen und macht den Teint mit einer Sitzung deutlich frischer. Das AquaFacial (ab 124 €) ist die "ich brauche jetzt sofort wieder Glow"-Behandlung vor einem Anlass.
Bei länger anhaltend fahler Haut empfehlen wir die Observ-Analyse, um zu sehen, was im Detail los ist (Pigmentstörungen, Verhornungen oder Feuchtigkeitsmangel können einzeln oder kombiniert dahinterstecken).

Vergrößerte Poren und unebenes Hautbild erkennen
Was ist das eigentlich?
Poren sind die Öffnungen, durch die Talg und Schweiß an die Hautoberfläche kommen. Jede Haut hat sie. Das Problem ist nicht ihre Existenz, sondern wenn sie sich erweitern und sichtbarer werden. Das passiert, wenn Talg sich in der Pore staut und sie dehnt, wenn das umliegende Hautgewebe an Elastizität verliert (die Pore "hängt" dann gewissermaßen offen), oder wenn die Haut allgemein schlaffer wird.
Sichtbar große Poren sind selten allein. Sie kommen oft mit Mitessern, fettiger Haut oder ersten Anzeichen von Elastizitätsverlust kombiniert.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Schauen Sie ohne Make-up in einen Vergrößerungsspiegel auf Nase, Wangen und Stirn. Sehen Sie kleine, sichtbare Punkte oder Vertiefungen in regelmäßigem Muster? Das sind die Poren. Wirken sie eher fein und kaum auffällig, oder eher grob und sichtbar? Wenn Sie das Hautbild aus normalem Abstand als "uneben" oder "körnig" empfinden, sind das oft die Poren in Kombination mit oberflächlichen Verhornungen.
Wodurch entsteht es?
Talg, der die Poren dehnt. Alter, weil die Haut an Elastizität verliert. Genetik. Sonnenschäden, die das Bindegewebe lockern. Aggressive Reinigung, die paradoxerweise die Talgproduktion erhöht. Bei manchen Frauen verstärkt sich der Effekt deutlich mit den Hormonen in der Perimenopause.
Was hilft wirklich?
Poren komplett verschwinden zu lassen, ist nicht möglich. Sichtbar zu verfeinern, ist sehr realistisch.
Im Studio: Die Mikrodermabrasion (ab 124 €) trägt die oberste Hautschicht sanft ab und reduziert das körnige Empfinden direkt. Der Carbon-Laser (ab 195 €) ist die intensivere Variante mit sichtbarer Porenverfeinerung in 30 Minuten. Das AquaFacial (ab 124 €) tiefenreinigt die Poren und schleust Wirkstoffe ein. Bei kombinierten Themen (Poren plus Elastizität, Poren plus Aknenarben) ist das Microneedling mit Radiofrequenz (ab 124 €) die wirkungsvollste Option, weil es die Kollagenbildung anregt und damit das umliegende Gewebe stützt.

Erste Falten und Elastizitätsverlust erkennen
Was ist das eigentlich?
Falten entstehen, weil die Haut weniger Kollagen und Elastin produziert. Diese beiden Eiweiße sind das Stützgerüst der Haut. Kollagen sorgt für Stabilität, Elastin für die Rückstellkraft. Ab Mitte 20 nimmt die körpereigene Produktion langsam ab, ab den Vierzigern wird es deutlicher, in der Menopause beschleunigt sich der Prozess durch den Östrogenrückgang nochmal sichtbar.
Die ersten Falten sind oft sogenannte Mimikfalten: Sie entstehen dort, wo wir oft Mimik machen (Stirn, Augenwinkel, Mundpartie). Mit der Zeit kommen Ruhefalten dazu, die auch ohne Mimik sichtbar bleiben.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Sie sehen feine Linien an den Augenwinkeln, auf der Stirn oder zwischen den Augenbrauen, die nach einem Lächeln nicht sofort wieder verschwinden. Die Konturen wirken weicher als früher, vor allem im Wangenbereich und am Kiefer. Die Haut "fällt" optisch nach unten, was die Augenlider schwerer und die Nasolabialfalten tiefer wirken lässt. Make-up setzt sich in den Linien ab.
Ein klarer Indikator für nachlassende Elastizität: Wenn Sie die Wangenhaut hochziehen und sich das Gesicht im Spiegel sichtbar "jünger" anfühlt, ist Elastizitätsverlust ein Thema, das Sie aktiv adressieren können.
Wodurch entsteht es?
Alter und Hormone sind nicht beeinflussbar. UV-Strahlung ist der größte beeinflussbare Faktor (Sonnenschutz ist die effektivste Anti-Aging-Maßnahme, die wir alle haben). Rauchen ist der zweite große Beschleuniger. Zucker im Übermaß macht Kollagen brüchig (Glykation). Schlafmangel und chronischer Stress tragen bei.
Was hilft wirklich?
Anti-Aging im Kosmetikstudio ist kein Ersatz für Botox oder Filler. Es ist etwas Eigenständiges: Wir verbessern die Hautqualität selbst, statt nur einzelne Linien zu glätten. Das Ergebnis ist langsamer, aber natürlicher und nachhaltiger.
Im Studio: Die VEGA Radiofrequenz (220 €) ist unsere stärkste Anti-Aging-Behandlung, ohne Ausfallzeit, ohne Injektion. Sie setzt einen Tiefenimpuls dort, wo Falten entstehen, und regt die Kollagenbildung über Monate hinweg an. Das Microneedling mit Radiofrequenz (ab 124 €) kombiniert mechanische Mikrokanäle mit Radiofrequenz, besonders gut bei feinen Linien plus Aknenarben.
Für den ehrlichen Erwartungs-Reset: Anti-Aging im Studio braucht Geduld und nicht invasive Regelmäßigkeit. Drei bis sechs Sitzungen, dann ist die Veränderung sichtbar. Wer in einer Sitzung 20 Jahre jünger werden will, ist bei Beauty-Docs mit Injektionen besser aufgehoben. Wer langfristig in Hautqualität investieren möchte, ist bei uns richtig.

Aknenarben erkennen
Was ist das eigentlich?
Aknenarben sind das, was übrig bleibt, wenn eine entzündliche Akne abheilt. Bei einer Entzündung wird Hautgewebe beschädigt. Heilt die Stelle ab, wird ersatzweise Bindegewebe gebildet. Wenn dabei zu wenig Kollagen produziert wird, entstehen kleine Vertiefungen (atrophische Narben). Wenn zu viel produziert wird, entstehen erhabene Narben (hypertrophe Narben). Häufiger sind die Vertiefungen.
Die häufigsten Typen sind sogenannte "Ice-Pick-Scars" (schmal und tief, wie kleine Krater), "Boxcar-Scars" (breiter und flacher) und "Rolling-Scars" (wellige Hautoberfläche). Die Unterscheidung ist für die Behandlung wichtig, weil unterschiedliche Methoden unterschiedlich gut wirken.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Schauen Sie sich Bereiche an, in denen Sie früher Akne hatten (oft Wangen, Schläfen, Kinn). Sehen Sie kleine Vertiefungen, die im seitlichen Licht Schatten werfen? Fühlt sich die Haut beim Drüberstreichen "unregelmäßig" an, wie ein leicht zerknülltes Papier? Das sind klassische Anzeichen für atrophische Aknenarben.
Achten Sie auch auf rote oder bräunliche Flecken, die nach abgeheilten Pickeln zurückbleiben. Das sind oft keine echten Narben, sondern Pigmentveränderungen (postinflammatorische Hyperpigmentierung), die meistens innerhalb von Monaten von selbst verblassen. Pigmentflecken nach Akne behandeln wir anders als echte Narben.
Wodurch entsteht es?
Schwere oder lang andauernde entzündliche Akne. Drücken und Manipulieren von Pickeln (deshalb sind wir so streng damit). Genetische Veranlagung zu Narbenbildung. Eine zu späte oder unzureichende Behandlung der aktiven Akne.
Was hilft wirklich?
Aknenarben sind eine der dankbarsten Behandlungsindikationen, weil Veränderungen sichtbar sind. Aber: Es braucht eine Serie, nicht eine Sitzung. Realistisch 4 bis 6 Behandlungen, im Abstand von 4 bis 6 Wochen.
Im Studio: Das Microneedling mit Radiofrequenz (ab 124 €) ist die Standard-Empfehlung bei Aknenarben. Die Mikrokanäle plus Radiofrequenz regen die Kollagenneubildung gezielt dort an, wo die Narbe ist. Die Mikrodermabrasion (ab 124 €) ist eine begleitende Maßnahme, die das Hautbild glättet. Bei sehr ausgeprägten Narben ergänzen wir mit der VEGA Radiofrequenz (220 €) für den tieferen Effekt.

Empfindliche Haut und Couperose erkennen
Was ist das eigentlich?
Couperose ist ein Zustand der Haut, bei dem kleine Blutgefäße in der Gesichtshaut erweitert sind oder sichtbar bleiben. Die Haut reagiert empfindlicher auf äußere Reize, errötet schneller und behält die Rötung länger. Die feinen sichtbaren Äderchen heißen medizinisch Teleangiektasien. Couperose ist die Vorstufe der Rosazea, einer chronisch entzündlichen Hauterkrankung, die in Schüben auftritt und behandlungsbedürftig ist.
Empfindliche Haut ist ein weiterer Begriff dafür. Sie kann mit Couperose-Symptomen einhergehen oder eigenständig auftreten, zum Beispiel bei Neurodermitis, atopischer Haut oder einfach genetisch bedingter Sensitivität.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Klassisches Couperose-Bild: Sichtbare feine rote Äderchen auf den Nasenflügeln und an den Wangen, eventuell auch am Kinn. Bei Wärme, Stress oder Alkohol werdet Sie schnell rot, und die Rötung bleibt manchmal Minuten oder Stunden. Die Haut reagiert empfindlich auf Pflegeprodukte mit Alkohol, ätherischen Ölen oder aggressiven Wirkstoffen wie Säuren in hoher Konzentration.
Bei empfindlicher, sensibler Haut (ohne ausgeprägte Couperose): Sie merken bei jeder neuen Pflege schnell Reaktionen, das Spannungsgefühl ist häufig, und manchmal entstehen kleine, brennende Stellen ohne sichtbare Ursache.
Wodurch entsteht es?
Genetische Veranlagung ist die häufigste Ursache, vor allem bei hellhäutigen Frauen mit nordeuropäischen Wurzeln. Verstärkende Faktoren: Temperaturschwankungen, Sonne, Alkohol, scharfe Speisen, Stress, hormonelle Schwankungen. Bei Rosazea (der entzündlichen Form) spielt zusätzlich eine veränderte Immunreaktion mit, möglicherweise verstärkt durch eine Milbe, die natürlicherweise auf der Haut lebt.
Was hilft wirklich?
Sanft, beruhigend, nie aggressiv. Eine couperöse Haut wird durch falsche Pflege deutlich verschlechtert. Wir empfehlen vor jeder Behandlung die Observ-Analyse, weil bei sensibler Haut der Spielraum klein ist und wir gezielt arbeiten müssen.
Im Studio: Das Couperose Treatment (90 €) ist speziell für gefäßlabile Haut und beginnende Rosazea entwickelt, mit Kollagenvlies und beruhigender Pflege. Das Neuro Sensitiv Treatment (90 €) ist für sehr sensible Haut und kann therapiebegleitend bei Neurodermitis genutzt werden. Beide arbeiten ohne aggressive Peelings und mit Wirkstoffen, die die Haut beruhigen statt zu reizen.
Was Sie zuhause vermeiden sollten: Heißes Wasser beim Reinigen, alkoholhaltige Tonics, ätherische Öle, mechanische Peelings mit Körnchen. Was hilft: ein milder Sonnenschutz täglich, beruhigende Wirkstoffe wie Centella, Niacinamid oder Panthenol.
Milien (weisse Pünktchen unter der Haut) erkennen
Was ist das eigentlich?
Milien sind kleine, perlartige Einlagerungen unter der Hautoberfläche. Sie entstehen, wenn sich abgestorbene Hautzellen in einer winzigen Tasche unter der Haut sammeln und dort bleiben. Anders als Mitesser haben Milien keinen Ausgang nach außen, also keinen offenen Kanal. Das ist der entscheidende Unterschied zum geschlossenen Mitesser, mit dem sie häufig verwechselt werden.
Milien sind harmlos. Sie tun nicht weh, entzünden sich nicht und sind kein medizinisches Problem. Aber sie sind kosmetisch oft störend, weil sie typischerweise an exponierten Stellen sitzen: Augenlid, Wangenknochen, Schläfe.
Wie erkennen Sie es bei sich?
Schauen Sie sich Ihre Augenlider und den Bereich unter den Augen in einem guten Spiegel an. Sehen Sie kleine, weiße bis hautfarbene, leicht erhabene Pünktchen? Können Sie sie nicht ausdrücken, weil sich nichts bewegt, wenn Sie versuchen, sie zu öffnen? Das sind sehr wahrscheinlich Milien.
Eine wichtige Unterscheidung: Wenn die Stelle gerötet, schmerzhaft oder mit Eiterspitze ist, ist es kein Milium, sondern eher ein entzündlicher Pickel. Wenn die Stelle eine schwarze Spitze hat, ist es ein offener Mitesser. Milien sind weiß, klein, hart und fest unter der Haut.
Wodurch entsteht es?
Die Ursache ist nicht vollständig geklärt. Bei manchen Frauen entstehen sie nach Sonnenbränden, nach kleinen Hautverletzungen oder als Reaktion auf bestimmte Pflegeprodukte. Bei anderen sind sie genetisch und treten gehäuft auf, ohne erkennbaren Auslöser. Säuglinge haben oft Milien, die von alleine verschwinden, bei Erwachsenen tun sie das meistens nicht.
Was hilft wirklich?
Die wichtigste Botschaft zuerst: Drücken Sie Milien nie. Es gibt keinen Kanal nach außen, also kann nichts entweichen, und Sie verletzen nur die umliegende Haut. Wir sehen regelmäßig Kundinnen, die jahrelang an Milien gequetscht haben und sich damit kleine Narben und Verfärbungen eingehandelt haben.
Im Studio: Das AquaFacial (ab 124 €) ist unsere primäre Behandlung bei Milien. Die geräteunterstützte Tiefenreinigung adressiert die Verhornungen sanft und sicher, ohne die umliegende Haut zu verletzen. Bei hartnäckigen Milien empfehlen wir eine Serie aus zwei bis drei AquaFacial-Behandlungen im Abstand von wenigen Wochen.
Bei sehr ausgeprägten Milien, die mit dem AquaFacial nicht vollständig adressierbar sind, gibt es spezielle dermatologische Verfahren (etwa Anstechen mit einer sterilen Nadel durch eine Hautärztin). Das machen wir nicht im Kosmetikstudio, aber wir sagen Ihnen, wenn das die sinnvollere Option für Sie wäre.
Was wenn ich mehrere Anliegen gleichzeitig habe?
Das ist eigentlich der Normalfall. Reine "ich habe nur ein Problem"-Haut ist die Ausnahme. Die häufigsten Kombinationen, die wir im Studio sehen: Akne plus fettige Haut, trockene plus empfindliche Haut, erste Falten plus müder Teint, vergrößerte Poren plus Aknenarben.
Bei mehreren Anliegen ist die Reihenfolge wichtig. Wir gehen klinisch priorisiert vor:
Schritt 1: Diagnose mit der Observ-Analyse
Wir sehen genau, was los ist, und können einschätzen, ob die Themen zusammenhängen oder unabhängig voneinander zu behandeln sind.
Schritt 2: Akute Themen zuerst
Entzündliche Akne, gereizte sensible Haut, akute Couperose-Schübe behandeln wir zuerst, weil sie unbehandelt die anderen Themen verschlechtern können.
Schritt 3: Hautregulation
Trockenheit, fettige Haut oder verstopfte Poren bringen wir ins Gleichgewicht.
Schritt 4: Ästhetische Vertiefung
Anti-Aging, Narbenkorrektur und Texturverbesserung folgen, wenn die Haut stabil ist.
Konkret im Plan: Bei einer Kundin mit "Akne und ersten Falten" würden wir nicht direkt mit Anti-Aging-Microneedling starten, sondern erst die Akne unter Kontrolle bringen. Sobald die Haut ruhig ist, kommt die Anti-Aging-Komponente. Das verhindert, dass Anti-Aging-Behandlungen auf entzündeter Haut Probleme verschlimmern. Für einen ersten persönlichen Plan haben wir den Behandlungsfinder.
Finden Sie Ihren persönlichen Behandlungsplan
Beantworten Sie eine kurze Frage und Sie sehen direkt, welche Behandlung als Einstieg sinnvoll wäre, in welcher Reihenfolge wir vorgehen würden und was Sie ungefähr investieren. Der Termin selbst beginnt immer mit der Observ-Analyse, damit wir auf der Basis von echten Hautdaten arbeiten, nicht auf der Basis Ihres Quiz-Ergebnisses.
Termin im Kosmetikstudio Anna Fernbach in Graz
Wir sind in Graz-Wetzelsdorf, Arnethgasse 18, mit kostenlosen Parkplätzen direkt vor der Tür. Wenn Sie unsicher sind, welche Behandlung Sie buchen sollen, ist die Observ Hautanalyse für 49 € (oder 39 € in Kombination zur Behandlung) immer der beste Einstieg. Wir sehen gemeinsam, was Ihre Haut wirklich braucht, und empfehlen Ihnen die nächsten Schritte.
Termin telefonisch unter +43 664 10 66 152
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